Eine Partnerschaft mit Gänsehaut-Garantie
Der Hannover Marathon und die Heiner-Rust-Stiftung sind seit 2013 ein eingespieltes Team. Denn seitdem finden sich unter den vielen tausenden Teilnehmenden der größten Laufsportveranstaltung Niedersachsens auch Läuferinnen und Läufer der inklusiven Staffeln der Stiftung. Hier gehen auch beim ADAC Marathon am 12. April 2026 wieder Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam an den Start und erleben ein sportliches Highlight, inspirierende Begegnungen und viele unvergessliche Gänsehaut-Momente. Für Stefanie Eichel mit ihrer Event-Agentur eichels gehört nicht nur diese Art der Inklusion zu ihrer täglichen Arbeit.
Frau Eichel, mit welcher Zielsetzung unterstützt eichels die Heiner-Rust-Stiftung?
Die Zielsetzung ist seit Beginn unverändert: Wir wollen Menschen in Bewegung bringen – genau wie die Heiner-Rust-Stiftung. Unser oberstes Ziel ist es, unsere Veranstaltungen maximal barrierefrei zu gestalten, Menschen miteinander zu verbinden und gemeinsam etwas zu bewegen. Da passt diese regional so engagierte, mit viel Herzblut geführte Stiftung einfach perfekt zu uns. Aus einem erfolgreichen Einzelprojekt ist so ein Dauerprojekt geworden, auf das wir sehr stolz sind.
Warum ist der Marathon Hannover ein geeignetes Event, um inklusive Staffeln einzubinden?
Der Marathon Hannover ist eine der größten Lauf-Veranstaltungen Deutschlands und die größte Sportveranstaltung Niedersachsens – das heißt, er bietet Öffentlichkeit pur. Natürlich geht in einer solchen Masse vieler Menschen jede einzelne Person ein bisschen unter, aber das schmälert den Wert nicht, sondern erhöht ihn: Man ist Teil einer großen Bewegung, und viel mehr Menschen sehen die inklusiven Staffeln. Sichtbarkeit entsteht dabei nicht nur am Marathontag selbst, sondern in der ganzjährigen Kommunikation, in der Vorbereitung, in der Begleitung und auch durch die Bühnenpräsenz der Stiftung mit der Übergabe des Spenden-Schecks an die Stiftung am Veranstaltungssonntag.
Inwiefern fördert eichels den Sport für Menschen mit Behinderung auch außerhalb des Marathons?
Inklusion – wie auch Nachhaltigkeit und soziales Engagement – gehört zu unserer DNA und zieht sich durch das ganze Jahr. Wir denken bei all unseren Formaten darüber nach, welche Einschränkungen es geben könnte, bieten z.B. Unterstützung und Begleitung an oder arbeiten mit Laufguides für sehbeeinträchtigte Menschen zusammen. Oder auch mit Initiativen wie „Radeln ohne Alter“, die Rikscha-Fahrten für mobilitätseingeschränkte Personen anbietet. Unser Anspruch ist, bei allen Veranstaltungen von Januar bis Dezember, möglichst viel Teilhabe zu ermöglichen und nur dort Grenzen zu akzeptieren, wo es aus Sicherheits- oder strukturellen Gründen wirklich nicht anders geht.
Warum ist Inklusion im Sport aus Ihrer Sicht wichtig für die Gesellschaft?
Sport ist für mich gelebte Fairness, Team, Unterstützung, Achtsamkeit und Wertschätzung – vieles von dem, was unserer Gesellschaft an manchen Stellen verloren zu gehen droht. In einer Laufgruppe oder bei einer Veranstaltung fällt auf, wenn jemand fehlt, wenn jemand „die Öhrchen hängen lässt“ oder sich verändert. Sportgemeinschaften übernehmen damit auch soziale Aufgaben bis hin zu Themen wie Einsamkeit und mentale Gesundheit. Wer sich bewegungsaktiven Menschen anschließt, findet ein Netz, in dem er oder sie wahrgenommen wird und in dem Teilhabe nicht Theorie, sondern Alltag ist.
Welche weiteren (inklusiven) Projekte halten Sie hinsichtlich der Förderung von Sport für Menschen mit Behinderung für möglich oder sind von Ihrer Seite aus bereits geplant?
Es gibt bereits sehr viel: vom Marathon über Triathlon bis hin zu den Laufangeboten im Rahmen des „Sparkassen-LAUFPASS der Region Hannover, bei denen in allen 21 Kommunen unterschiedliche, auch inklusive Angebote entstanden sind. Ergänzend bitten wir um Support.: Wenn ein Format, ein Angebot oder eine Einbindung fehlt, sollen die Menschen aktiv auf uns zukommen. Vieles ist möglich, wenn wir die Bedarfe kennen. Was in ein konkretes Event unter seinen Spielregeln nicht passt, braucht vielleicht ein anderes Zeitfenster oder eine andere Veranstaltung. Dafür sind wir offen, wenn es dialogorientiert und konstruktiv passiert.
Was zeichnet die Kooperation zwischen eichels und der Heiner-Rust-Stiftung aus?
Es ist eine gelebte, gewachsene Kooperation, die fest im Programm verankert ist. So sehr, dass Menschen nachfragen würden, wenn sie einmal fehlen würde. Wir bringen unsere Veranstaltungs- und Kommunikationsplattform ein, die Stiftung ihren inhaltlichen Fokus und ihre Expertise. Gemeinsam schaffen wir ein Abschlussbild auf der Bühne, auf das viele schon warten. Es gibt keinen Grund, diese Zusammenarbeit nicht zu fördern. Im Gegenteil: Wir bekommen durch sie immer wieder die Wertschätzung, gemeinsam etwas Sinnvolles zu tun und vor allem viele Menschen zu bewegen.
Worauf freuen Sie sich mit Blick auf den 12. April 2026 am meisten?
Das Emotionalste ist immer der Marathon-Start – da habe ich Tränen in den Augen, weil es nach der großen Anspannung jetzt endlich losgeht. Aber ich freue mich ganz besonders auch darauf, wenn mein Kollege die letzte Läuferin oder den letzten Läufer gesund und munter und mit einem Lächeln im Ziel begrüßen kann. In diesem Moment zeigt sich, dass sich die viele Arbeit im Vorfeld gelohnt hat. Dann bin ich sehr dankbar!